Honen

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Das Honen ist ein Feinbearbeitungsverfahren und gehört zur Gruppe der spanabhebenden Fertigungsverfahren mit geometrisch unbestimmter Schneide. Durch das Honen können hohe Anforderungen an eine Bohrung in Hinblick auf Maß- und Formgenauigkeit, sowie die Oberfläche im µ-Bereich umgesetzt werden.

Der für das Honen charakteristische Kreuzschliff ermöglicht eine Schmiermittelbevorratung zur Optimierung der tribologischen Eigenschaften. Dies ist beispielsweise bei Kolbenlaufbahnen von Verbrennungsmotoren von hoher Bedeutung.

Honprinzip

Die Bewegung erfolgt beim Honprozess durch das Werkzeug – die Honahle.
Diese rotiert um die eigene Achse und führt gleichzeitig eine Hubbewegung über die gesamte Länge der zu bearbeitenden Bohrung aus.
Durch eine gesteuerte und mikrometische Aufweitung der Honahle (Zustellung) findet die Flächenberührung zwischen dem Schleifmittel und der Mantelfläche der Bohrung statt.

Das Honen nach dem bewährten Läpp-Prinzip von PEMAMO SA bedeutet stufenlose, gleichmäßige und parallele Spreizung der Honahle am gesamten Umfang. Dieses selbstzentrierende Konzept bietet ein Höchstmaß an Präzision und Wiederholgenauigkeit im Fertigungsprozess.

Prinzip des Honens

Anwendung

Die Honbearbeitung ermöglicht die Fertigung von hochpräzisen, belastbaren Bauteilen wie sie beispielsweise in der Medizintechnik oder Hydraulik benötigt werden.

Hohe Drehzahlen bei Zentrifugen erzeugen Kräfte um ein Vielfaches der Erdbeschleunigung. In der Hydraulik ist ein Druck von 700 bar an Hydraulikventilen keine Seltenheit. Dies verdeutlicht den Bedarf an exakt gefertigten Bohrungen.

Überall dort, wo Bauteile in einer Relativbewegung zueinander die Funktionen Gleiten, Dichten oder Führen erfüllen sollen, lassen sich durch das Honen prozesssichere Ergebnisse erzielen.

Das Honen kommt ebenso als Nachbearbeitungsverfahren regelmäßig zum Einsatz, um den Härteverzug zu korrigieren.

Wichtig ist ein ausreichendes Aufmaß, um Formfehler ausgleichen zu können. Eine Faustregel ist hierbei: Das Aufmaß sollte das 3-fache des Fehlers betragen.

Welche Werkstoffe können gehont werden?

Das Honen kann für fast alle Werkstoffe zur Anwendung kommen.

  • Gehärteter oder ungehärteter Stahl
  • Hartmetall
  • Keramik
  • Gusseisen
  • Bronze, Messing, Aluminium
  • Hartplastik
  • Glas

Honmaschine

Prinzipiell ist das Honen von Bauteilen auf einer konventionellen Dreh- oder Bohrmaschine mit einem Öffnet internen Link in neuem FensterHandhongerät möglich.

Für die Serienfertigung kommen jedoch Honmaschinen mit Öffnet internen Link in neuem Fensterhorizontaler oder Öffnet internen Link in neuem Fenstervertikaler Spindel zur Anwendung.

Durch den Einsatz einer Honmaschine gelingt das optimale Zusammenspiel der Hub-, Dreh- und Zustellbewegung. Die automatische Aufweiteinheit erlaubt eine Wiederholgenauigkeit von 1 µm und über einen modularen Rundschalttisch bearbeiten Sie Ihre Werkstücke auf kleinstem Raum in kürzester Taktzeit.

Honwerkzeug

Honahlen gibt es entsprechend der Bohrungsgeometrie für Sacklochbohrungen oder Durchgangsbohrungen mit Körnungen unterschiedlicher Feinheit. Die Körnung wird abhängig vom Werkstoff und der gewünschten Rauheit gewählt und kann folgender Tabelle entnommen werden: Öffnet internen Link in neuem FensterOberfläche(Körnung)

Es empfiehlt sich beim Honen Öffnet internen Link in neuem Fensterdas passende Honöl zu verwenden und durch ausreichendes Spülen ein Zusetzen des Honbelags zu vermeiden.

Diamant Honahlen: Honahle Durchgangsbohrung, Sacklockhonahle, Segmenthonahle

Nur durch unsere feinfühlige, gesteuerte und mikrometische Zustellung und der stufenlosen, gleichmäßigen und absolut parallele Spreizung der Honahle am gesamten Umfang wird das Höchstmaß an Präzision und Wiederholgenauigkeit im Fertigungsprozess garantiert.

Unser Lieferant

  • Pemamo